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Jahresbericht 2008VorwortEs freut mich, Ihnen im Namen des HerzZentrums Hirslanden den Jahresbericht 2008 vorzulegen. Wie jedes Jahr richtet er sich an unsere Patientinnen und Patienten, an die geschätzten zuweisenden Ärztinnen und Ärzte sowie an alle Fachkreise mit speziellem Interesse an der Herzmedizin. Ziel dieses Berichts ist die Dokumentation unserer gesamten herzmedizinischen Tätigkeit. Er gibt einen Überblick über einen gut funktionierenden interdisziplinären Betrieb, der rund um die Uhr jegliche herzrelevante Diagnostik und Therapie abdeckt. Kurze Entscheidungswege, Verbesserungen der innerbetrieblichen Prozesse und Optimierung der Datendokumentation zu Qualitätszwecken haben den Grundstein zu einem erfolgreichen Betriebsjahr gelegt. So sind trotz schwierigem Umfeld mit steigender Konkurrenz im Raum Zürich die Behandlungszahlen gestiegen, die Sterblichkeit und die Komplikationsraten trotz kränkeren Patienten gesunken. Der rein statistische Teil wird ergänzt durch Beiträge aus den verschiedenen herzmedizinischen Disziplinen, die hoffentlich auf Ihr Interesse stossen werden. Als Höhepunkt im Jahre 2008 darf mit Recht die klinische Einführung der kathetergestützten minimalinvasiven Herzklappenchirurgie angesehen werden. Als erste Privatklinik in der Schweiz erhielten wir im Januar 2008 die internationale Zertifizierung zur Durchführung dieser neuen innovativen Technik. Sie ermöglicht bei Patienten mit einer schweren symptomatischen Aortenstenose, die aufgrund ihrer Begleiterkrankungen bisher als inoperabel galt, eine mit vertretbarem Risiko durchführbare minimalinvasive Intervention. Ziel dabei ist die Linderung der Beschwerden mit Verbesserung der Lebensqualität. Aus diesem Grund ist diesem Interventionsverfahren ein spezieller ausführlicher Beitrag gewidmet. Qualitätskontrolle und -management sind in den letzten Jahren ein zentrales Thema im Gesundheitswesen geworden. Dabei sind die Mechanismen, die zur Akzeptanz der Kontrollen geführt haben, im Ökonomischen verwurzelt. Die immer knapper werdenden Ressourcen haben Gesundheitspolitiker und Krankenkassen dazu veranlasst, sich für die Ausarbeitung von Empfehlungen, Leitlinien und Richtlinien zur Kostendämpfung und Rationalisierung einzusetzen. Deshalb werden immer mehr medizinische Dienstleistungen einer Wirtschaftlichkeitsprüfung unterzogen. Wenn jedoch ökonomische Überlegungen die Bewertungskriterien für Diagnose- und Therapiestrategien werden, besteht die Gefahr, dass Leitlinien zu Kostendämpfungs- und Disziplinierungsinstrumenten gegen den Arzt mutieren und damit die ärztliche Therapiefreiheit aushöhlen. Es geht dabei nicht prinzipiell gegen ein Kosten-Nutzen-Denken, denn die Ressourcen sind knapp, und es besteht ohne Zweifel ein Überhang an medizinisch Machbarem gegenüber dem Finanzierbaren. Es geht jedoch darum, die Kostenaspekte bei der Bestimmung des Behandlungsstandards sichtbar zu machen und die Bindung des Arztes an ökonomische Vorgaben infolge der Priorität von Schutz und Sicherheit des Patienten hervorzuheben. Das Parlament hat im Dezember 2007 die leistungsbezogene Pauschale im KVG verankert. Ab 2012 müssen die stationären Behandlungen in den Spitälern in der Regel mittels einer gesamtschweizerischen, einheitlichen Fallpauschalenstruktur verrechnet werden. Übergeordnetes Ziel ist die Sicherung einer «optimalen» Patientenversorgung unter medizinischen und gesundheitsökonomischen Gesichtspunkten. Propagiert wird eine leistungsgerechte Vergütung mit verbesserten Anreizen bezüglich Qualität und Effizienz bei gleichzeitig minimaler externer (politischer) Steuerung. Wir dürfen gespannt sein! An dieser Stelle möchten wir uns bei all unseren Kolleginnen und Kollegen und Mitarbeitenden für ihren grossen Einsatz, den zuweisenden und nachbehandelnden Institutionen und unserem Partner, der Klinik Hirslanden, für die kompetente und professionelle Zusammenarbeit und bei allen Patienten für das uns entgegengebrachte Vertrauen ganz herzlich bedanken. Franziska Bernet |
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