Bei einigen Personen ist der Verlauf mit wenigen Beschwerden vergesellschaftet, bei den meisten nehmen einige Symptome an Dauer, Häufigkeit und Intensität jedoch allmählich zu. Es sind diese (häufig aber nicht ausschliesslich) ein Engegefühl hinter dem Brustbein mit Ausstrahlung in den linken Arm, den Hals oder den Kiefer. Die Symptome treten häufig unter körperlicher Belastung oder Stress-Situationen auf, können aber auch Wetter-bedingt sein oder in Ruhe auftreten. Der Hausarzt und der niedergelassene Kardiologe werden die notwendigen Untersuchungen durchführen und in die Wege leiten (Belastungs-EKG, Herzultraschall, bildgebendes Belastungsverfahren, etc.). Nötigenfalls wird die Indikation zur Koronarangiographie gestellt.
Da es sich bei der koronaren Herzkrankheit um die Veranlagung handelt, Fettsubstanzen und Kalk in die Gefässwand abzulagern, kann das Problem meistens angegangen und behandelt, aber nicht im engeren Sinne „geheilt“ werden. Im Einzelfall kann nicht vorausgesagt werden, ob nach dem lokalen mechanischen Eingriff (Umgehen der Verengungen durch die Bypassoperation oder Erweiterung der Verengungen durch Dilatation und Stenteinlage) der Patient in den nächsten Jahren beschwerdefrei bleiben oder eine erneute Behandlung benötigen wird. Aus grossen Patientenzahlen ist bekannt, dass die Wiederverengungsrate nach Stenteinlage mit beschichteten Stents zirka 5-8% beträgt. Bei unbeschichteten Stents liegt sie bei ca. 15-20%. Die Stelle kann unter Umständen mit einer ebenfalls guten Erfolgsrate erneut aufgedehnt werden.
Zudem muss einer allfälligen Progression der Arteriosklerose an anderen Stellen Rechnung getragen werden. Von vordergründiger Wichtigkeit ist somit die energische Bekämpfung der begünstigenden sogenannten „Risikofaktoren“: (Sistieren des Nikotinkonsums, Kontrolle des Übergewichts, medikamentöse Senkung des erhöhten Cholesterinwertes, optimale Kontrolle eines erhöhten Blutdruckwertes oder Diabetes). Diese Massnahmen dienen dazu, die natürliche Progression der Arteriosklerose der Herzkranzgefässe zu verlangsamen respektive zu stoppen.
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Zunehmende Einengung eines Gefässes durch Einlagerung von Fettsubstanzen und Gefässwandreaktion.

Ballondilatation einer verengten Stelle...

...mit anschliessender Stenteinlage
