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Die koronare Herzkrankheit, Angina pectoris und Herzinfarkt 

Die koronare Herzkrankheit führt zu einer progressiven Verengung der Herzkranzgefässe, welche den Herzmuskel mit Blut versorgen. (Abb.1)
 

Bei einigen Personen ist der Verlauf mit wenigen Beschwerden vergesellschaftet, bei den meisten nehmen einige Symptome an Dauer, Häufigkeit und Intensität jedoch allmählich zu. Es sind diese (häufig aber nicht ausschliesslich) ein Engegefühl hinter dem Brustbein mit Ausstrahlung in den linken Arm, den Hals oder den Kiefer.

Die Symptome treten häufig unter körperlicher Belastung oder Stress-Situationen auf, können aber auch Wetter-bedingt sein oder in Ruhe auftreten. Der Hausarzt und der niedergelassene Kardiologe werden die notwendigen Untersuchungen durchführen und in die Wege leiten (Belastungs-EKG, Herzultraschall, bildgebendes Belastungsverfahren, etc.). Nötigenfalls wird die Indikation zur Koronarangiographie gestellt.

Behandlungsmodalitäten der koronaren Herzkrankheit

Kommen während der Herzkatheteruntersuchung und der Darstellung der Herzkranzgefässe Stenosen (Verengungen) zutage, hängt die optimale Behandlung von der Anzahl, dem Schweregrad und der Lokalisation der Stenosen ab. Prinzipiell gibt es 3 Behandlungsmöglichkeiten:

a)
Die medikamentöse Behandlung. Diese wird eingesetzt, wenn die Koronarstenosen nicht hochgradig sind und vor allem, wenn vorwiegend kleinere, für Ihre Prognose unbedeutende Gefässe befallen sind.
b)
Aortokoronare Revaskularisations- oder Bypassoperation. Diese chirurgische Behandlung wird empfohlen, wenn sie erfahrungsgemäss aufgrund der Anzahl der Koronarstenosen und ihrer Lokalisation anderen Verfahren überlegen ist.
c)
Eine Ballondiltatation (Abb.2) mit oder ohne Einlage eines kleinen Metallgitters (Stent, Abb.3) kann oft eine Bypassoperation ersetzen oder zeitlich hinausschieben, vorausgesetzt, Lokalisation und Anzahl der Verengungen sind für diesen Eingriff geeignet.

Da es sich bei der koronaren Herzkrankheit um die Veranlagung handelt, Fettsubstanzen und Kalk in die Gefässwand abzulagern, kann das Problem meistens angegangen und behandelt, aber nicht im engeren Sinne „geheilt“ werden. Im Einzelfall kann nicht vorausgesagt werden, ob nach dem lokalen mechanischen Eingriff (Umgehen der Verengungen durch die Bypassoperation oder Erweiterung der Verengungen durch Dilatation und Stenteinlage) der Patient in den nächsten Jahren beschwerdefrei bleiben oder eine erneute Behandlung benötigen wird. Aus grossen Patientenzahlen ist bekannt, dass die Wiederverengungsrate nach Stenteinlage mit beschichteten Stents zirka 5-8% beträgt. Bei unbeschichteten Stents liegt sie bei ca. 15-20%. Die Stelle kann unter Umständen mit einer ebenfalls guten Erfolgsrate erneut aufgedehnt werden.

Zudem muss einer allfälligen Progression der Arteriosklerose an anderen Stellen Rechnung getragen werden. Von vordergründiger Wichtigkeit ist somit die energische Bekämpfung der begünstigenden sogenannten „Risikofaktoren“: (Sistieren des Nikotinkonsums, Kontrolle des Übergewichts, medikamentöse Senkung des erhöhten Cholesterinwertes, optimale Kontrolle eines erhöhten Blutdruckwertes oder Diabetes). Diese Massnahmen dienen dazu, die natürliche Progression der Arteriosklerose der Herzkranzgefässe zu verlangsamen respektive zu stoppen.

 
     
 
Abbildung 1: Zunehmende Einengung eines Gefässes durch Einlagerung von Fettsubstanzen und Gefässwandreaktion.
Zunehmende Einengung eines Gefässes durch Einlagerung von Fettsubstanzen und Gefässwandreaktion
 
 
Abbildung 2: Ballondilatation einer verengten Stelle...
Ballondilatation einer verengten Stelle...
 
 
Abbildung 3:...mit anschliessender Stenteinlage
...mit anschliessender Stenteinlage
 
   HerzZentrum Hirslanden Zürich
Stand 7.8.2009